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Kirche Scherzheim
Aus den Anfängen der Scherzheimer Kirche

2. Aus den Anfängen
Das älteste Kirchspiel des Hanauerlandes ist Kork, das schon im 8. Jahrhundert eine Kirche hatte und urkundlich als Pfarrei erwähnt wird.
Zu den ältesten Kirchen gehört aber auch die zu Scherzheim. Die erste wurde etwa um 850 erbaut. Dies ist jedoch nur durch archäologische Befunde nachweisbar. Der erste schriftliche Nachweis findet sich unter den Urkunden des Klosters Schwarzach. Es ist eine Bestätigungsurkunde des Bischofs Burkhard von Straßburg an den Abt Konrad aus dem Jahre 1154, wo ihm nach dem Brand des Klosters folgende Besitztümer bestätigt wurden:
Ein Dinghof zu Ulm mit der Basilika in Scherzheim.
Daraus läßt sich feststellen: Die Kirche hat damals schon bestanden. Das Jahr der Gründung läßt sich jedoch nicht ableiten.
Erst bei der Innenrenovierung 1968/69, als beim Bau der Hypokaustenheizung umfangreiche Ausgrabungen im Innenraum der Kirche vorgenommen werden mußten, konnten wertvolle Funde aus der Frühzeit unserer Gemeinde gefunden werden. So wurde ein Altar aus der Karolingerzeit (8. Jahrhundert) und ein Boden aus Rheinwacken gefunden, der nach Auskunft des Amtes für Ur- und Frühgeschichte Freiburg, nach 850 im gesamten Oberrheingebiet nicht mehr verlegt wurde. Darüber fanden sich aus späterer Zeit noch zwei Backsteinböden.
Als im 7. und 8. Jahrhundert irische und schottische Glaubensboten in unseren Gauen das Christentum verkündeten, bedienten sie sich bei der Errichtung ihrer Kirchen der vorhandenen Markgrenzen. Damals erstand zu Sasbach die der Hl. Brigitte geweihte Pfarrkirche für das umfangreiche Kirchspiel zwischen Gebirge und Rhein. Diese Urmark, Sasbacher Mark genannt, reichte von der Büllot bis zum Anzenbach im Süden und vom Bosenstein bis zum Rhein.
Bei der Gründung des Klosters Schwarzach am 27. September 749 wurde durch Graf Ruthard der Westteil der Sasbacher Mark mit dem bedeutendem Königshof zu Ulm, den Mönchen zu Eigentum überlassen. Nach der Zunahme der Bevölkerung im 9. und 10. Jahrhundert wurde aus der Sasbacher Mark ein eigenes Kirchspiel, die ,,Scherzheimer Mark“ mit deren Kirche abtrennten. Diese Kirche war dem Heiligen Kreuz geweiht; später dem St. Symphorian.
Diese Mark die von der Mehrenlache, die im Süden bei Michelbuch in das Schwarzwasser fließt, bis an den Rhein bei Helmlingen nach Greffern, und von dem Illehag, einem Gutshof bei Memprechtshofen bis zu Veltern (Veltor) in den Bach, dem alten Vallator und der vorbeifließenden Ahe, ehemalige Grenzscheide zwischen Sasbacher und Steinbacher Mark und der jetzigen Scherzheimer und Stoll-hofner Mark (Bächlein unterhalb der Dow). Gemarkungsgrenze: Ulm-Greffern, Stollhofen-Schwarzach.
Über diese Scherzheimer Mark war nun das Kloster Schwarzach Grundherr. Die freien Markgenossen wurden nun Eigentum des Klosters, der Abt, Bannherr und Gerichtsherr über das Gebiet. Genußberechtigt an der Scherzheimer Mark waren die Heimburgtümer Scherzheim mit Helmlingen, Hirsach und Muckenschopf, Ulm mit Hunden und dem Syppeneschhof, Greffern, Schwarzach mit Hildmannsfeld und Moos.
Das Patronat dieser Kirche stand jahrhundertelang dem Kloster Schwarzach zu. Dieses Scherzheimer Kirchspiel bestand in dieser Größe bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, bis Schwarzach selbst mit Hildmannsfeld, Greffern und Moos zur eigenen Pfarrei erhoben wurde. Der Zehnte bestand aus allen Feldfrüchten Getreiden, Heu, Hanf, Flachs, Raps, Mohn, Rüben, Hülsenfrüchten, sowie dem, was Vieh und Geflügel erzeugte.


Scherzheimer Kirche und Rathaus

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